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Der von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier bei seinem Besuch im Mai auf dem Neuffen veredelte Apfelbaum wurde nun in Bissingen auf einer Vereinswiese des OGV gepflanzt.

Zugegeben, im Juli einen Baum zu pflanzen ist nicht optimal, aber bis in den Herbst warten, wollte Rudolf Thaler auch nicht. Als Helfer hatten sich einige Vereinsmitglieder, BM Fritz, Frau Schnitzler vom Biosphärengebiet und die Kinder Klasse 4a mit ihrem Lehrer, Martin Wetzel, eingefunden.

Das Pflanzloch hatten glücklicherweise die Mitarbeiter des hiesigen Bauhofes vorbereitet. Anschaulich erklärte Rudolf Thaler, warum der Baum gepflanzt wird und wie die einzelnen Pflanzschritte aussehen. Begeistert fanden sich immer wieder Kinder bereit, mitzuhelfen: beim Einrammen der beiden Sicherungspfosten mit einer „Katz“, beim Anfüllen der Pflanzgrube mit guter Erde, beim Einsetzen des Baumes, beim Verfüllen des Pflanzloches und beim dringend nötigen Wässern. Die Kinder erfuhren, warum ein Drahtkorb um den Wurzelballen mit eingesetzt wurde (um Nagetiere vom Abfressen der Wurzeln abzuhalten) und warum der Stamm des Baumes weiß angestrichen war (schützt die Rinde um bis zu 15 Grad vor zu starker Erhitzung durch die Sonneneinstrahlung). Nach getaner Arbeit wurde natürlich ein Bild vom Jakob-Fischer-Apfelbaum gemacht mit allen an der Pflanzaktion Beteiligten. Rudolf Thaler verriet den Kindern noch, dass sie als Überraschung ein Bild des Bundespräsidenten mit einem handschriftlichen Autogramm als Erinnerung an diesen Tag erhalten. Zuerst gab es aber für jeden ein Eis als Erfrischung.

 

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Es bleibt zu hoffen, dass die Kinder bei Spaziergängen nach „ihrem“ Baum schauen und vielleicht können sie mit ihren Kindern später mal einen Jakob-Fischer Apfel ernten – wir wollen darauf hoffen, getreu dem Spruch von Martin Luther: „und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“.

Gabi Goebel